Die größte Bodega der Insel Mallorca

  • 19 October 2013
  • Redakteur

"Altehrwürdig“ ist wohl die passende Bezeichnung für José Luis Ferrer. Damit ist nicht nur die Ausstrahlung des Gutes gemeint, sondern auch die des Hausherren selbst. Voller Stolz berichtet Señor Roses, dass die größte Bodega der Insel auch in der nächsten Generation in der Familie bleiben wird. Schließlich hat er ja mehrere Söhne. Der Familientradition folgend, werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst ins Ausland gehen und Weinbau studieren.

Das Weingut José Luis Ferrer blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1931 wird hier im größeren Stil Wein angebaut. Bereits der Gründer und Namensgeber des Guts José Luís Ferrer Ramonell hat dabei auf modernste Techniken sowie eine fundierte Ausbildung an den besten Schulen der Welt gesetzt. Bis heute hat sich daran nichts geändert. So kann man beispielsweise in einer Ecke des alten Kellers mehrere viereckige Barriquefässer finden. „Eine Erfindung der Schweizer – ausprobieren kann man das ja mal. Unser Oenologe hat diese Fässerform allerdings für uninteressant befunden“, lacht Xavier Cartañá, ein Mallorquiner mit deutschen Wurzeln. Er ist für das Marketing zuständig und zeigt deutschsprachigen Besuchern gerne die Bodega.

Es klingt zwar paradox, aber die ständige Erneuerung und Verbesserung im Hinblick auf die Zukunft, ist eine der wichtigsten Traditionen des Hauses Ferrer. Diese Zukunft sieht Ferrer nicht nur in Europa, sondern insbesondere auch in Asien. 2007 hat die Bodega den Schritt gewagt und sich mit Japan und Korea neue Absatzmärkte erschlossen. Auch in Deutschland sind die Weine seit vielen Jahren im Fachhandel zu finden. Das orangefarbene Etikett mit der roten Banderole ist für viele Inselbesucher daher nicht nur das Symbol der Bodega, sondern fast so etwas wie das Wahrzeichen des mallorquinischen Weins.